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Dukatenfalter im Main-Kinzig-Kreis und Südhessen.

Dukatenfalter Foto: Dr. Matthias Sanetra

Der zu den Feuerfaltern zählende Dukatenfalter hat in den letzten zwei Jahrzehnten in vielen Bundesländern erhebliche Bestandseinbußen erlitten. In Hessen wird der Dukatenfalter auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft (RLHe 2). Die aktuelle Situation der Bestände des Dukatenfalters in Südhessen ist als sehr unbefriedigend einzustufen, so dass hier mit dem Aussterben der Art in der nächsten Dekade gerechnet werden muss. Von den fünf Vorkommensgebieten, die noch bis nach 1990 gemeldet wurden (Taunus, Spessart, Mönchbruch bei Mörfelden, Rodgau-Dudenhofen und südlicher Odenwald), ist vielfach unklar, ob diese noch existieren und welche Bestandsgrößen im positiven Fall noch vorhanden sind. Aus diesem Grund hat der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) Kreisverband Bergstraße zum langfristigen Erhalt dieser schönen Tagfalterart in Südhessen ein 2-3 jähriges Projekt initiiert, das von der Stiftung Hessischer Naturschutz (SHN 1069), vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald sowie von den NABU Kreisverbänden Bergstraße und Main-Kinzig-Kreis gefördert wird.

Für den Dukatenfalter geht eine große Gefährdung von falsch verstandener Waldrandpflege aus, wodurch natürliche Waldsäume umgestaltet werden. Besonders das Mulchen der Waldwegränder nimmt an vielen Stellen zu. Dies ist aber ökologisch sehr schädlich, da durch das Mulchgerät ein Sog entsteht, der wie ein Staubsauger die Insekten aus der Umgebung absaugt. Zudem entsteht durch das Liegenlassen des Materials ein Düngungseffekt, der die Artenvielfalt der Pflanzen verringert. Besonders schädlich ist das Mulchen in der warmen Jahreszeit. Im Rahmen des Waldnaturschutzes sollte daher das Mulchen für den Erhalt naturnaher Waldränder und auch zum Schutz des Dukatenfalters untersagt werden.


Maßnahmenblatt-2016 unter Arbeitskreis Eisvogel !!!


Seit April untersucht unser Masterstudent Florian Winter den Eisvogelbestand im Main-Kinzig-Kreis.

Eis-Jungvogel Foto: Florian Winter

Florian Winter, dessen wissenschaftliche Arbeit an der Goethe-Universität in Frankfurt angesiedelt ist, wertet die Daten unseres Arbeitskreises Eisvogel aus den vergangenen Jahrzehnten aus. Er untersucht auch im Gelände mit Fernglas die Brutstandorte, den Erfolg und die Anzahl der Bruten, aber auch die Gefährdungssituation – etwa durch Geocacher oder Fotografen - und die Prädation durch Fuchs, Waschbär, usw. Bisher gab es nur eine erfolgreiche Prädation (vermutlich Fuchs, ggf. auch Waschbär) im Bereich Schlüchtern.

Unser gemeinsames Ziel: Wir wollen die Brutstandorte in den kommenden Jahren noch sicherer und erfolgreicher gestalten.


Wir bitten auch um Eure / Ihre Mithilfe!

Um noch weitere und zusätzliche Informationen zu erhalten, hat Florian Winter einen Fragebogen entwickelt. Es geht vor allem um Sicht- und Brutzeitbeobachtungen, die vielleicht Florians Daten zur Verbreitung noch ergänzen können. Gleichzeitig geht es aber auch um Informationen über die Gefährdungssituation des Eisvogels im MKK und ganz Hessen, z.B. Nestplünderungen durch Fuchs, Waschbär oder Mink... Auch wer Aufgaben von Bruten durch rücksichtslose Fotografen o.ä. beobachtet hat, sollte uns das mitteilen. Bitte schicken Sie den Fragebogen bis zum 15. September an die angegebenen Adressen. Jede Information kann wichtig und bedeutsam sein! Den Fragebogen finden Sie unter dem Menüpunkt Arbeitskreis Eisvogel.

Florian Winter

NABU-MKK Arbeitskreis Eisvogel - Florian Winter - Altenhöferallee 70 - 60438 Frankfurt am Main

e-mail: flowwin@web.de


Dr. Matthias Kuprian

e-mail: m.kuprian@nabu-mkk.de

Rolf Gogné (AK Leiter)

Buchbergstraße 18 - 63486 Bruchköbel

Michael Röth - e-mail: m.roeth@nabu-mkk.de

Vielen Dank für Ihre Mithilfe

EMYS-Update Dezember 2014 / Januar 2015

Liebe Freunde und Unterstützer des NABU und der hessischen AG Sumpfschildkröte,

pünktlich zum Jahreswechsel ist ein neues Emys-Update erschienen. Der NABU Kreisverband Main-Kinzig ist Kooperationspartner der hessischen AG-Sumpfschildkröte und freut sich über die erzielten Erfolge des Artenschutzprojektes.

Ein turbulentes aber auch erfolgreiches Jahr liegt hinter uns. Es war das 15. Jahr, in dem unsere Arbeitsgruppe besteht und arbeitet, und wir konnten uns gleich über mehrere Highlights freuen. Nun sind wir sehr gespannt, was als nächstes vor uns liegt. Entsprechend wird das aktuelle Emys-Update etwas länger ausfallen und sowohl einen Rückblick auf das Jahr 2014 wie auch eine Vorschau auf das Jahr 2015 beinhalten.

Foto: Sibylle Winkel

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Den gesamten Bericht als pdf.

weiter zur AG Sumpfschildkröte


Ein ehrenamtlich getragenes Projekt ist auf Spenden und Förderung angewiesen!
Bitte beachten Sie, dass sich das Spendenkonto verändert hat:
NABU KV Main-Kinzig

Bankverbindung: Frankfurter Volksbank
IBAN: DE73 5019 0000 6401 5064 44 BIC: FFVBDEFF
BLZ: 501 900 00 Konto-Nr.: 6401506444
Als Verwendungszweck angeben: AG Sumpfschildkröte

Die Entschlammung zur Revitalisierung des Klesberger Weihers ist nun abgeschlossen

Foto: NABU Steinau

Der Klesberger Weiher verkam in den 1990er Jahren zunehmend zu einem Schlammteich mit Karpfen. Die Tier- und Pflanzenwelt war zu diesem Zeitpunkt wenig Artenreich. Nur anspruchslose Arten, wie z. B. Stockenten und Erdkröten, besiedelten das Gewässer

Der NABU Steinau konnte zum 01.10.1997 bei der Stadt Steinau erreichen, dass der Klesberger Weiher an die Naturschutzorganisation verpachtet wurde. Mit diesem Schritt konnte man nun aktiv die Revitalisierung des Klesberger Weihers angehen. Der Weiher war voll mit Schlamm. Dabei handelte es sich um Erde, welche von angrenzenden Feldern mit den beiden Zuflüssen in den Teich gelangten. Wenn der Schlamm nicht entfernt würde, wäre vermutlich nach weiteren 30-40 Jahren der Teich verschwunden und nur noch eine sumpfige Fläche vorzufinden.

Um langfristig einen Leitfaden für die Maßnahmen und die Entwicklung des Biotopes zu haben, wurde das Büro für Freiraumplanung und Ökologie Mathias Gall beauftragt, ein Entwicklungskonzept Klesberger Weiher zu erstellen. Das Konzept war im November 2004 fertig und im folgenden Winterhalbjahr 2004/2005 wurde das Thema ausbaggern und entfernen des teilweise meterhohen Schlammes angegangen. Aus finanziellen Gründen beschränkte man sich nur auf eine Teilfläche, der Rest sollte zu einem späteren Zeitpunkt ausgebaggert werden. Für 25.000 Euro wurde im Winter Schlamm ausgebaggert und im Frühjahr 2005 wurden seltene Fischarten wie Bitterlinge, Moderlieschen, Schlammpeitzger und Rotfedern eingesetzt. Auch einige Teichmuscheln.

Die Amphibienfauna veränderte sich extrem. Waren vorher nur überwiegend Erdkröten im Teich, konnten nun auch Gras- und Wasserfrösche, Teich- und Bergmolche und seit 2007 auch der seltene Kammmolch nachgewiesen werden. Zu den Stockenten gesellen sich seitdem auch Bleßrallen, Reiherenten, Krickenten und der Zwergtaucher ist regelmäßiger Brutvogel. Unzählige Libellen bezaubern mit ihren vielen Farbvariationen den Betrachter. Seit 2008 befindet sich das Areal im Eigentum des NABU Steinau!


In 2014 wurde nun der restliche Teil des Weihers gemäß dem Konzept vom Planungsbüro Mathias Gall ausgeführt. Kosten in Höhe von 31.500 Euro sind hierfür angefallen.

Foto: NABU Steinau

Wer im Moment die Baustelle betrachtet, kann leicht zu der Überzeugung kommen, dass es doch für die Natur schädlich ist, wenn das komplette Wasser abgelassen wird und der Weiher trocken ist. Aber die Sorge ist unbegründet: Der NABU hatte vor dem entleeren die Fische und Teichmuscheln abgefischt und in einem Teich der Fa. Herzberger sowie in anderen Gewässern des NABU „zwischengelagert“. Und wenn im Frühjahr wieder Wasser in den Teich kommt, wird das Leben im Klesberger Weiher explodieren, werden die Pflanzen und Tiere sich wieder einfinden, die vorher das Gewässer besiedelten. Auch die entnommenen Fische und Muscheln werden wieder eingesetzt. Durch größere Tiefwasserbereiche, eine kleine Insel mit Teichschachtelhalm, welche inmitten des Teiches bleiben wird, und einer insgesamt ausgeweiteten Wasserfläche wird sowohl die Vielfalt an Arten als auch deren Menge erheblich steigen.

Fachliche Fragen beantwortet:
Franz-Josef Jobst, Email: f.jobst@nabu-mkk.de

Gerne können Sie uns auch mit einer Spende unterstützen. Sie erhalten für Ihre Steuererklärung natürlich eine entsprechende Spendenbescheinigung. Bitte das Stichwort Klesberger Weiher vermerken. Danke!

NABU MKK begrüßt das 1000ste Neumitglied

Foto von links: Karl Seyler,
Familie Eich, Franz-Josef Jobst

Zur Zeit läuft im Kreis eine Mitgliederwerbeaktion. In diesem Rahmen waren bis zu 7 Studenten im Bereich der Gemeinden Großkrotzenburg bis Linsengericht unterwegs, um für den Verein zu werben.

Nun konnte der Vorsitzende der NABU-Gruppe Eidengesäß, Karl Seyler, Frau Sigrid Eich aus dem gleichen Ort als Mitglied in der Ortsgruppe begrüßen. Gleichzeitig ist Frau Eich das 1000ste Neumitglied, welches bei der aktuellen Mitgliederwerbung dem NABU die Unterstützung zusagte. Und sie brachte gleich ihre ganze Familie mit zum NABU.

Sigrid Eich: Das was der NABU im Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus für die Natur bewegt, hat mich gleich überzeugt. Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit meiner Familie die Arbeit für den Natur- und Artenschutz unterstützen kann. Und unsere Kinder interessieren sich für die regionale Kindergruppe in Großenhausen.

Diese Unterstützung wird laut dem Kreisvorsitzenden Franz-Josef Jobst auch dringend benötigt. Ob für die Anschaffung von Spezialnistkästen für Steinkauz, Wasseramsel und Co. oder für das Ausbaggern von Amphibienteichen – Naturschutz kostet Geld.

Deshalb will der NABU-Kreisverband auch die Mitgliederwerbung fortsetzen.

Der Uhu (Bubo bubo) ist zurück im Main-Kinzig-Kreis

(Foto: NABU )

Viele Jahrtausende hatte er auch in der Region zwischen Maintal und Offenbach im Westen und Schlüchtern im Osten die Lufthoheit inne. Dann geriet er in Konkurrenz mit einem noch größeren Räuber, der ihm fast zum Verhängnis wurde.

Gemeint ist der Uhu, von Vogelkundlern nach seinem markanten nächtlichen Ruf auch Bubo bubo genannt; der mit einer Flügelspannweite von bis zu 168 cm größten Eule der Welt.
Die vermeintliche Nahrungskonkurrenz brachte den nächtlichen Räuber an den Rand der Ausrottung, denn der Uhu frisst neben Mäusen, Ratten, Igeln und Rabenkrähen auch die von Menschen gerne gejagten Feldhasen, Enten, Fasane oder Rebhühner. Das konnten ihm unsere Vorfahren nicht verzeihen. Die Nachstellungen gegenüber dem Uhu waren enorm. Der als schädlich eingestufte Vogel wurde mit Gift und Blei, mit Schlageisen und Fangnetzen systematisch dezimiert. Hinzu kamen die Begehrlichkeiten von Trophäensammlern.

Noch um 1650 soll nach Schätzungen von Ornithologen im damaligen deutschen Verbreitungsgebiet ein Uhubestand von ungefähr 2.500 Paare gelebt haben. Doch bereits für die Jahre 1885 und 1886 wurden allein in Preußen 190 Uhu-Abschüsse dokumentiert. In diesem Zusammenhang ist auch das im Offenbacher Lohwald im November 1841 erlegte Tier zu sehen, das heute noch in der Sammlung des Offenbacher Vereins für Naturkunde im Haus der Stadtgeschichte als trauriges Zeugnis dieser Zeit betrachtet werden kann. Die zahlreichen Nachstellungen führten schließlich in ganz Hessen zur Ausrottung der imposanten Großeule. Das letzte Uhupaar brütete 1910 im nordhessischen Bergland, im Bereich von Schwalm und Eder.

Erst in den 1970er Jahren führten erfolgreiche Bemühungen von Artenschützern des NABU und anderer Naturschutzverbände vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu einer Trendwende. Die erste erfolgreiche Uhubrut auf hessischem Gebiet wurde im Jahr 1977 im Landkreis Limburg-Weilburg dokumentiert. In den Folgejahren breitete sich die Art wieder sukzessive in Hessen aus. Ende der 1990er Jahren begann die Wiederbesiedlung der Wetterau und auch des Main-Kinzig-Kreises. Neuere Erhebungen im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums (HMUKLV) und der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in Frankfurt aus dem Jahr 2012 machten hessenweit an 146 Brutplätzen rufende, balzende oder brütende Uhus aus, wobei insgesamt 229 besetzte und nicht besetzte Uhu-Reviere bekannt sind. „Die Population steigt immer noch an; das freut uns natürlich sehr“, berichten die Biologen Sibylle Winkel und Dr. Matthias Kuprian vom NABU Main-Kinzig, „dabei ist auch von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer auszugehen.“ „Bislang sind im gesamten Main-Kinzig-Kreis insgesamt 6 Uhu-Reviere dokumentiert, die aber nicht alle in jedem Jahr besetzt sind“, ergänzt NABU-Ornithologe Michael Röth. Während die Uhu-Standorte an Felsen und in den Steinbrüchen überwiegend bekannt und dokumentiert sind, gibt es sicher auch im Main-Kinzig-Kreis noch unbekannte Brutstandorte vor allem in den größeren Wäldern.

Sibylle Winkel und Matthias Kuprian bitten daher alle Naturfreunde, Uhu-Beobachtungen und mögliche Brutplätze dem NABU Main-Kinzig zu melden. Die Fundkoordinaten werden an die Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zur Komplettierung der hessischen Verbreitungsdaten geliefert. Wichtig ist die Meldung von Uhu-Bruten auch für den Schutz der Art.

Verkehrsopfer am Stadtrand Offenbach
Foto: Sibylle Winkel

Zwar wird der imposante Nachtjäger heutzutage nicht mehr direkt verfolgt, viele Tiere werden aber zu Opfern des Straßenverkehrs oder unbeabsichtigt durch den neuen Volkssport Geocaching beim Brutgeschäft beeinträchtigt. So war beispielsweise der erste Nachweis der Großeule im Stadtgebiet Offenbachs im Frühjahr 2010 nach über 150 Jahren ein Todfund eines Jung-Uhus mit Kopf- und Flügelverletzungen nach einer Kollision mit einem Fahrzeug. Tödliche Kollisionen von Uhus besonders an Schnellstraßen und Autobahnen nehmen in Hessen wie im gesamten Bundesgebiet zu, beklagt Sibylle Winkel. Die zunehmenden tödlichen Zusammenstöße belegen einerseits den Aufbau der Population, sie sind andererseits aber auch ein permanenter Aderlass für die Bestände. Sorgen bereitet dem NABU auch die wachsende Anzahl von Brutstörungen durch Kletterer und Geocacher. Erhebungen der Vogelschutzwarte im Jahr 2012 hatten zum Ergebnis, dass bereits in 62 hessischen Uhu-Revieren Geocacher ihrem Freizeitvergnügen nachgehen – mit stark steigender Tendenz. Vielen Cachern ist dabei nicht klar, dass die moderne Form der Schnitzeljagd die Tiere in Bedrängnis bringen können. Da die Störungen je nach Schwierigkeitsgrad und Lage oft mehrmals täglich und sogar nachts stattfinden und manche Freizeitausübende sogar ihre Hunde in den Uhu-Revieren frei laufen lassen, kann es zu Aufgaben von Bruten und zum Absterben der Eier oder der Jungvögel kommen, erläutert Michael Röth. Der NABU Main-Kinzig unterstützt daher die Bemühungen der Staatlichen Vogelschutzwarte und der hessischen Naturschutzbehörden, Geocache-freie Schutzzonen um die sensiblen Bereiche einzurichten.

Eurlenexperte Udo Seum mit Junguhu
Foto: Sibylle Winkel

Autoren:

Dipl. Biol. Sibylle Winkel, NABU KV Main-Kinzig, Pommernstraße 7, 63069 Offenbach,
Tel.: 069 – 84849185, E-Mail: s.winkel@nabu-mkk.de

Dipl. Biol. Dr. Matthias Kuprian, NABU KV Main-Kinzig, Ringstraße 42, 36396 Steinau,
Mobil: 0173 3751 580, E-Mail: m.kuprian@nabu-mkk.de

Ornithologe Michael Röth, NABU KV Main-Kinzig, E-Mail: m.roeth@nabu-mkk.de

Neustart im Arbeitskreis Eisvogel

(Fotograf: Michael Röth)

Nach mehreren Jahren nur „kommissarischer Leitung“ durch die beiden Vorstandsmitglieder Michael Röth und Matthias Kuprian gelang es jetzt dem NABU Kreisverband Main-Kinzig, Rolf Gogné für die Leitung des Arbeitskreises zu gewinnen.

Rolf Gogné ist nicht nur ein begeisterter Eisvogel-Fan sondern auch Ehrenvorsitzender des NABU Kreisverbandes. Mit Rolf Gogné erhofft sich der Kreisvorstand jetzt einen Neustart des Arbeitskreises und wieder verstärkte Aktivitäten zum Schutz und zur kontinuierlichen Bestandserhebung des „fliegenden Edelsteins“ im Main-Kinzig-Kreis.

Der Eisvogel konnte nach einem Bestandseinbruch infolge mehrerer harter und langer Winter in den vergangenen zwei Jahren wieder einen Bestandszuwachs verzeichnen. Der NABU bittet alle Naturfreunde, Eisvogelbeobachtungen an den NABU Kreisverband zu melden. Bitte verwenden Sie dazu den beigefügten Erhebungsbogen und schicken Sie diesen per E-Mail oder auf dem Postweg an den Arbeitskreis Eisvogel. Erhebungsbogen

Neuer Wasseramselbericht liegt vor

KEIN Pinguin (Foto: Volker Jungbluth)

Mit viel ehrenamtlichem Fleiß haben Horst Basermann und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter den Bericht über die Situation der Wasseramsel im Kreisgebiet für das Jahr 2013 zusammengestellt.

Das positive Ergebnis zuerst: Der Bestand von Cinclus cinclus hat sich weiter erholt. Im vergangenen Jahr haben im gesamt Kreisgebiet 131 Paare gebrütet; zwei Brutpaare mehr als im Jahr zuvor. Der Bestand der Wasseramsel in Kinzig, Jossa, Orb, Salz, Bracht und Sinn befindet sich damit weiterhin in einem günstigen Erhaltungszustand.

Allerdings besteht auch Grund zur Sorge. Gemeinsam mit der Wasseramsel wird auch der Brutbestand der Gebirgsstelze an den Flüssen und Bächen des Main-Kinzig-Kreises ermittelt. Mit nur noch 14 Brutpaaren erreicht diese Art im MKK einen historisch niedrigen Brutbestand. Im Jahr zuvor brüteten noch 22 Paare. Über die Ursachen des Bestandsrückganges herrscht bei den Experten noch Unklarheit. Möglicherweise spielt der lang anhaltende Winter des vergangenen Jahres hier eine Rolle. Die nächsten Jahre müssen zeigen, ob sich der Bestand wieder erholt.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt ARBEITSKREISE.

Eine große Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder startet der NABU Kreisverband Main-Kinzig

(Foto: NABU)

„Der Natur- und Artenschutz braucht dringend Unterstützung. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Erhaltung und Pflege von Streuobstwiesen, die Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen sowie vielfältige Artenschutzmaßnahmen, z. B. für den Storch, Amphibien, Insekten und diverse Singvögel“, sagte Peter Buchgraber, Vorsitzender der NABU Ortsgruppe in Großkrotzenburg. Diese und viele weitere Projekte wolle der NABU fortsetzen und die örtlichen Gruppen auch bei der Jugendarbeit weiter unterstützen, so Franz-Josef Jobst als Koordinator und Ansprechpartner für die Werbeaktion des NABU im Main-Kinzig-Kreis verantwortlich.

Durch den Einsatz der Ehrenamtlichen vor Ort werden viele Projekte umgesetzt: Die Aktiven in den NABU-Gruppen pflegen Streuobstwiesen, kümmern sich um die Renaturierung und Erhaltung von Gewässern, bauen Nisthilfen für bedrohte Vogelarten und informieren in Vorträgen und Exkursionen über die heimische Tier-und Pflanzenwelt. Gleichzeitig werden in Kinder- und Jugendgruppen die Heranwachsenden an die Natur heran geführt. Um den zunehmenden Aufgaben auch zukünftig gewachsen zu sein, braucht der Naturschutzbund NABU weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Deshalb soll eine große Werbeaktion helfen, die Zahl der Unterstützer/-innen zu vergrößern.

Franz-Josef Jobst, Vorsitzender des NABU Kreisverband Main-Kinzig, stellte am Montag, 07.04.2014 in Großkrotzenburg das Werbeteam vor, das in den kommenden Wochen die Bürgerinnen und Bürger über die Anliegen des NABU informiert. In der kommenden Woche wird zunächst in Großkrotzenburg und Hanau auf die vielfältigen Arbeiten und Aufgaben des NABU aufmerksam gemacht. Anschließend geht es weiter durch den ganzen Main-Kinzig-Kreis. Bei dem Team, das für den NABU unterwegs ist, handelt es sich um Studenten, die sich bei einer vom NABU beauftragten Agentur beworben haben, um für eine gemeinnützige Organisation wie den NABU Mitglieder zu gewinnen. Die Studenten sind an ihrer Kleidung mit dem NABU-Logo und dem mitgeführten Werberausweis erkennbar. Es wird freundlich darauf hingewiesen, dass die Teams vor Ort kein Bargeld annehmen dürfen.

Für Fragen zur Mitgliederkampagne ist der Kreisverband unter der Rufnummer 0173/7218670 (Franz-Josef Jobst) zu erreichen. Auch die jeweiligen Vorsitzenden in den NABU-Gruppen stehen gerne für weitere Erläuterungen und die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Verabschiedung und Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder


Wachwechsel beim NABU Main-Kinzig

v.l.: Herr Jobst, Herr Beck, Herr Seyler, Frau Winkel (Foto: Matthias Kuprian)

v.l.: Herr Jobst, Herr Beck, Herr Seyler, Frau Winkel (Foto: Matthias Kuprian)

„In diesen Tagen verabschiedet der NABU-Kreisverband zwei außerordentlich beliebte und langjährig im Vorstand aktive Mitglieder mit großem Dank und den besten Wünschen in den verdienten Ruhestand“ teilt das Vorstandsduo des NABU-Kreisverbandes - Franz-Josef Jobst und Sibylle Winkel - mit.

Karl Seyler aus Linsengericht-Eidengesäß – wahres „NABU-Urgestein“ im Main-Kinzig Kreis – war 1969 Mitbegründer des Kreisverbandes und seit 43 Jahren als Kassierer tätig. Adolf Beck aus Freigericht-Altenmittlau war seit 2004 als Schriftführer des Kreisverbandes tätig. Mehrere Jahrzehnte leiten beide zudem als Vorsitzende ihre jeweiligen Ortsgruppen. Aus Altersgründen ist es nun leider unumgänglich, etwas kürzer treten zu müssen. Und in beiden Familien freuen sich mehrere Enkel auf mehr freie Zeit mit dem Opa.

Bereits im Rahmen der diesjährigen Delegiertenversammlung des NABU-Kreisverbandes Main-Kinzig am 24.05.2013 waren die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder formal aus ihren langjährigen Ehrenämtern verabschiedet und geehrt worden.

Sibylle Winkel, stellvertretende Vorsitzende des NABU MKK, würdigte Karl Seyler (Schatzmeister) und Adolf Beck (Schriftführer) in einer Ansprache für ihre langjährige Tätigkeit im Kreisvorstand und vielfältige weitere NABU-Aktivitäten. Der NABU dankte beiden mit je einer NABU-Ehrenurkunde, einem Buchgeschenk sowie einem Gutschein für ein Seminar nach Wahl im NABU-Hofgut Sunder. Beide „NABU-Ruheständler“ erhielten zudem einen eigens aus heimischen Samen angezogenen Speierling-Jungbaum für den Lieblingsplatz im heimischen Garten oder die NABU-Obstwiese.

Ganz abrupt sollte der Abschied der beiden langjährig Vorstands-Aktiven aber nicht stattfinden: Um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, begleiteten die ausscheidenden Aktiven die „Neuen“ noch ein halbes Jahr mit Rat und Tat und gaben den Nachfolgern – Axel Schmitt als Kassierer, Norbert Weber als Schriftführer - Vieles aus ihrer langjährigen Erfahrung mit auf den Weg. Auch nun werden sich beide nicht ganz ins Privatleben zurückziehen, sondern dem NABU in ihren Ortsgruppen Eidengesäß und Altenmittlau auch weiterhin in verantwortlicher Funktion treu bleiben. Auch in den kreisweiten Arbeitskreisen des NABU MKK wollen beide weiterhin mitarbeiten.

„Wir danken Karl Seyler und Adolf Beck sehr herzlich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und freuen uns, dass beide uns auch weiterhin als Freunde, Unterstützer und Berater erhalten bleiben“, sagt Sibylle Winkel abschließend.

Fledermäuse und Schwalben haben viele Freunde


NABU Main-Kinzig zeichnet fledermaus- und schwalbenfreundliche Häuser aus

Fledermaus- und schwalbenbegeisterte Naturfreunde wurden am 26.07.2013 in dem historischen Gebäude der alten Grundschule in Gründau – Hain-Gründau ausgezeichnet.

Der NABU Kreisverband Main-Kinzig zeichnete im Jahre 2007 zum erstenmal fledermausfreundliche Gebäude aus. Bis heute findet diese Aktion einen großen Anklang und ein immer größer werdendes Engagement. Insgesamt 11 faszinierten Teilnehmern wurden von dem Kreisverbands-Vorsitzenden Franz-Josef Jobst und dem NABU-Aktiven Thomas Mathias neben einer Urkunde und einem Buch über Fledermäuse, eine Edelstahlplakette für fledermausfreundliche und eine, von dem Töpfer Hans Krüger gefertigte, Plakette für schwalbenfreundliche Häuser, feierlich überreicht. Die geehrten Naturfreunde konnten während der Auszeichnung über ihre Erfahrungen mit Fledermäusen und Schwalben berichten. Währenddessen konnten sich die Interessierten von verschiedenen NABU-Mitgliedern über Fledermausquartiere und weitere Nistmöglichkeiten beraten lassen.

Anschließend bot sich die Möglichkeit an einer interessanten Exkursion mit dem Fledermausfachmann Rudolf Ziegler, inklusive Detektorwanderung durch Hain-Gründau, teil zu nehmen. Bei der Exkursion wurde Wissenswertes über Fledermäuse berichtet und u.a. konnten die Flugkünste von Bechsteinfledermaus, Wasserfledermaus und Zwergfledermaus beobachtet werden. Besichtigt wurde auch ein Wohnhaus mit Mehlschwalbennestern und montierten Kotbrett.

Der NABU setzt sich aktiv für neue und bestehende Quartiere & Nistmöglichkeiten an Gebäuden ein und verleiht mit der Plakette ein besonderes Verantwortungsgefühl für einen bedrohten Teil unserer heimischen Tierwelt. Fledertiere und Schwalben sind durch ihre vom Menschen abhängige Lebensweise, insbesondere durch Veränderungen an Hausfassaden und Dachstühlen oder Sanierungsarbeiten gefährdet. Die Auszeichnung der fledermaus- und schwalbenfreundlichen Häuser zeigt, dass ein gutes Auskommen zwischen den interessanten Tieren und dem Menschen sehr viel Freude mit sich bringen kann.

Gerne berät der NABU interessierte Naturfreunde über die Möglichkeiten an Häusern und weiteren Gebäuden.

Allgemeines NABU-Fledermaustelefon: Petra Gatz, Tel. 06441-67904-25
Fledermaus-Mail: fledermaus@nabu-hessen.de


Spenden willkommen!

Der NABU MKK hilft Fledermäusen, Schwalben und weiteren Tieren in Dorf und Stadt im gesamten Kreisgebiet kontinuierlich mit der Absicherung oder Neugestaltung von Nistmöglichkeiten. Spenden für diese Maßnahmen sind sehr willkommen.

Eine Spende, die sich lohnt - „Für Mensch und Natur“

Bankverbindung:
NABU MKK Raiffeisenbank Main-Kinzig
BLZ: 506 616 39
Konto-Nr.: 3730018

Bitte Stichwort „Fledermäuse“ angeben

Fachliche Fragen beantwortet:

Thomas Mathias, Email: t.mathias@nabu-mkk.de
NABU-KV Main-Kinzig, http://www.nabu-mkk.de

Die zehn ausgezeichneten Häuser als pdf.

Samtpfoten im Spessart - Die Wildkatze


Exkursion und Informationen für Familien am Samstag 08.06.2013 von 10:00 bis ca. 16:00 Uhr im Naturfreundhaus Güntersmühle Biebergemünd-Kassel
Referenten: Biologin und Umweltpädagogin Maren Nowak, sowie Dr. Carsten Nowak
Anmeldung bis 05.06. erforderlich unter Tel. 06661/1537040 (R+V, NABU-Büro Jobst) oder Email m.roeth@nabu-mkk.de

(Foto NABU M.Röth)

(Foto NABU M.Röth)

Der äußerst scheue Waldbewohner ist keine verwilderte Hauskatze, sondern im Gegensatz zu unserem zahmen Stubentiger eine echte Europäerin. Während die Stammform unserer Hauskatze von den Römern aus Nordafrika nach Europa als nützliche Mäusefängerin mitgebracht wurde, streifte durch unsere wilden Buchenwälder bereits die Europäische Wildkatze Felis Silvestris. Getreu dem Motto „wir können nur schützen, was wir kennen“, lädt der NABU MKK und die NABU Gruppe Biebergemünd zu zwei informativen und geselligen Veranstaltungen ins Naturfreundehaus „Güntersmühle“ nach Biebergemünd – Kassel ( Bornweg – am Ortsende dem asphaltierten Weg , ca. 2km, bis zum Wochenendgebiet folgen) ein. Morgens um 10.00 Uhr treffen sich dort Kinder und Erwachsene und lernen die Wildkatze und ihre Lebensweise spielerisch mit der Biologin und Umweltpädagogin Maren Nowak kennen. Es werden Gipsabdrücke von Wildkatzenfährten angefertigt, an Lockstöcken geschnuppert und „Katz und Maus“ gespielt. Tiefgründige Informationen über die Wildkatze, ihre regionale Situation im Spessart und der aktuelle Stand der Wildkatzenverbreitung in Deutschland sowie über neueste Forschungsansätze, erhalten sie um 13.30 Uhr beim Vortrag von Dr. Carsten Nowak, Leiter des Fachgebietes Naturschutzgenetik der Senckenberg Außenstelle Gelnhausen. Zwischen den beiden Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, im Naturfreundehaus eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Auch hier wäre es schön wenn sie ihr Interesse hierzu bei der Anmeldung mitteilen würden.

NABU und HIT-Stiftung sichern Lebensraum der seltenen Sumpfspitzmaus

HIT-Stiftung unterstützt NABU-Flächenankauf

Sumpfspitzmaus (Foto Sibylle Winkel).

Sumpfspitzmaus (Foto Sibylle Winkel).

Seit im Oktober 2010 bei Biotoppflegearbeiten im Ulmbachtal bei Steinau–Marborn eine kleine Population der seltenen Sumpfspitzmaus entdeckt wurde, engagieren sich der NABU Kreisverband gemeinsam mit dem NABU-Ortsverband Steinau für den Erhalt der bestandsbedrohten Kleinsäugerart, berichtet Sibylle Winkel vom NABU-Kreisverband MKK.

Eine erste Fläche konnte bereits erworben werden. Der Erwerb einer zweiten benachbarten Fläche kann jetzt dank der Unterstützung durch die HIT- Umwelt- und Naturschutz Stiftungs- GmbH vorangetrieben werden.

Damit soll das bereits bestehende NABU-Schutzgebiet um weitere annähernd 9.000 Quadratmeter erweitert werden. Mit rund 40 % des Kaufpreises unterstützt dankenswerter Weise die HIT-Stiftung das Artenschutzprojekt. Die restlichen Gelder müssen der NABU-Ortsverband Steinau und der NABU-Kreisverband allerdings aus Eigenmitteln aufbringen.

Die neuen Sumpfspitzmaus-Flächen sollen im Anschluss an den Erwerb ökologisch aufgewertet und naturschutzgerecht gepflegt werden, berichten Rolf und Elke Weber vom NABU Steinau.

In Hessen gilt die Art überwiegend als ausgestorben. Nur in Osthessen (Rhön, Vogelsberg, oberes Kinzigtal) wurden in den vergangenen Jahrzehnten gelegentlich Nachweise erbracht. Dann zumeist in Schleiereulengewöllen als unverdaute Knochen und Schädelreste.

Spenden erwünscht!

Um die Restsumme für den Flächenerwerb in Höhe von 5.100,- Euro aufzubringen, benötigen der NABU-Steinau und der NABU-Kreisverband Main-Kinzig weitere finanzielle Unterstützung.

Bitte leisten Sie einen Beitrag zum Überleben der seltenen Sumpfspitzmaus im Ulmbachtal.

Eine Spende, die sich lohnt -Für Mensch und Natur-

Bankverbindung:
NABU MKK Raiffeisenbank Main-Kinzig
BLZ: 506 616 39
Konto-Nr.: 3730018

Bitte Stichwort „Sumpfspitzmaus“ angeben

NABU Main Kinzig liefert Monitoringdaten an Vogelschutzwarte

Die Wasseramsel ist der Charaktervogel der Bäche und Flüsse unserer Mittelgebirge (Foto: NABU Archiv/Rolf Jürgens)

Die Wasseramsel ist der Charaktervogel der Bäche und Flüsse unserer Mittelgebirge (Foto: NABU Archiv/Rolf Jürgens)

Die ehrenamtlich vom NABU-Arbeitskreis Wasseramsel gewonnenen Brutdaten üben den Wasser¬amselbestand im Main-Kinzig-Kreis erlangen jetzt auch eine bundesweite Bedeutung, freuen sich Arbeitskreisleiter Horst Basermann und die stellvertretende NABU Kreisvorsitzende Sibylle Winkel.

2012 wurde damit begonnen, die bisher nur analog vorliegenden Datensätze des Arbeitskreises zu digitalisieren, in das hessische Datenerfassungsprogramm „NATIS“ zu überführen und der staatlichen Vogelschutz¬warte zur Verfügung zu stellen.

Bestandsdaten für Nachhaltigkeitsindex Artenvielfalt in Hessen

Der Wasseramselbestand gilt als Frühwarnsystem für den Zustand der Fließgewässer in den Mittel¬gebirgslagen. Geht es dem Wasseramselbestand gut, ist auch das Ökosystem der Fließgewässer weitgehend in einem guten Erhaltungszustand. Die ehrenamtlichen Langzeitbeobachtungen des NABU-Arbeitskreises Wasseramsel liefern deshalb sehr wichtige Datenreihen und wissenschaftliche Erkenntnisse, die auch für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der FFH-Richtlinie von Bedeutung sind. Seit kurzem werden die Wasseramseldaten auch zur Index-Ermittlung im Rahmen der Nachhaltig¬keitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland und des Bundeslandes Hessen verwendet, erläutert Dipl. Biologin Sibylle Winkel. Dabei steht der Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ im Mittelpunkt. Er ist einer von 21 Schlüsselindikatoren. Der Indikator basiert auf den artspezifischen Bestandsentwicklungen von 59 Vogelarten aus den sechs Hauptlebensräumen Agrarland, Wälder, Siedlungen, Binnengewässer, Küsten/Meere und Alpen, die jeweils für sich einen Teilindikator bilden. Er gibt Auskunft über die Landschaftsqualität, die Nachhaltigkeit der Landnutzung und die Vielfalt von Arten. Auch unser Bundesland beteiligt sich im Rahmen der „Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“ an der Erstellung der Indices. Der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland Pfalz und das Saarland kam dabei die Aufgabe zu, die für Hessen relevanten 36 Vogelarten auszuwählen.

Als besondere Indikatorart für die Binnengewässer fiel die Wahl auf die Wasseramsel. Cinclus cinclus, so der wissenschaftliche Name der Vogelart, repräsentiert besonders die Fließgewässer der Mittelgebirge mit strukturreichem Gewässergrund.

Dabei steht insbesondere der Wasseramselbestand im Main-Kinzig-Kreis im Fokus, da hier lückenlose Langzeitbeobachtungen des NABU-Arbeitskreises Wasseramsel seit über 25 Jahren mit guter Datenquali¬tät existieren und der Wasseramsel¬bestand in Hessens bevölkerungsreichstem und viertgrößtem Flächen¬kreis das komplette Kinzigsystem sowie Ausschnitte von Jossa und Sinn repräsentiert. Gleichzeitig werden Ausschnitte aus drei hessischen Mittelgebirgen (Vogelsberg, Spessart und Rhön) abgedeckt.

Künstliche Nisthilfen werden von Wasseramseln gerne angenommen (Foto: Horst Basermann)

Künstliche Nisthilfen werden von Wasseramseln gerne angenommen (Foto: Horst Basermann)

Nachhaltigkeit ehrenamtlicher Daten

Das Wasseramselmonitoring im Main-Kinzig-Kreis zeigt, dass ein ehrenamtlich durchgeführtes Monitoring auch über lange Zeit aufrecht erhalten werden kann und dabei konstant gute Ergebnisse bringt, erklären Sibylle Winkel und Horst Basermann. Vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen an den Natur¬schutz wie beispielsweise dem Klimawandel können nur entsprechend lange Beobach¬tungsreihen verlässliche und qualifizierte Aussagen zur Populationsdynamik von Arten unter sich ändernden Bedingungen liefern.

Herzlichen Dank

Die für die Vogelschutzwarte zusammengestellten Datenreihen sind das Ergebnis zahlreicher Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Folgenden ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen des Arbeitskreises Wasseramsel gilt der besondere Dank des NABU Kreisverbandes:

Adolf Beck, Norbert Dworschak, Franz Josef Jobst, Klaus Hohmann, Erwin Koch, Jürgen Koch, Leo Klübenspies, Karl-Richard Licht, Alfred Loos, Thomas Mathias, Thomas Moser, Peter Rieth, Martin Ruhl, Lothar Ruppel, Herbert Schneider, Hans Schüssler, Dieter Schreiber, Herbert Schneider, Klaus Seibold, Waldemar Stroh, Hilde Thiel, Manfred Thiel, Raimer Thienhaus, Horst Wiederspahn.

Birnen pflanzen trotz Birnengitterrost!



Naturschutzbund Main-Kinzig trotzt dem Schwund alter Birnensorten

Birnbaumblätter mit den typischen orangefarbenen Flecken (Foto: Sibylle Winkel)

Birnbaumblätter mit den typischen orangefarbenen Flecken (Foto: Sibylle Winkel)

„Nach vielen Jahren des Abwartens pflanzt der NABU Main-Kinzig wieder Birnenbäume auf den Streuobstwiesen zwischen Schlüchtern und Maintal“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Main-Kinzig Sibylle Winkel. Grund der jahrelangen Abstinenz bei der Pflanzung von Birnen-Hochstämmen ist der starke Befall von Birnbäumen mit dem Birnengitterrost – einer Pilzerkrankung, die den Bäumen bundesweit stark zusetzt. Befallen werden junge wie alte Exemplare und der Pilz unterscheidet auch nicht zwischen Hochstämmen, Buschbäumchen oder Spalierobst.

Die Rote Pichelbirne - eine alte Mostsorte - ist auf einer 
NABU-Streuobstwiese im Main-Kinzig-Kreis nur mäßig stark befallen
(Foto: Sibylle Winkel).

Die Rote Pichelbirne - eine alte Mostsorte - ist auf einer NABU-Streuobstwiese im Main-Kinzig-Kreis nur mäßig stark befallen (Foto: Sibylle Winkel).

Erkennbar ist der Birnengitterrost auf den Birnenblatt-Oberseiten, wo der Pilz orange-braune Flecken ausbildet. Die Fruchtkörper erscheinen dann auf der Blattunterseite: Über seine Gefährlichkeit streiten sich die Geister. In der Fachliteratur wird der Pilz nicht selten als ungefährlich eingestuft. Und mancher Obstbau-Experte ist der Meinung, dass der Birnengitterrost einen erwachsenen, gut gepflegten Birnbaum nicht töten kann. Naturschützer sehen dies vielerorts kritischer, zumal gut gepflegte Streuobstbestände hierzulande eine Seltenheit sind, Nachpflanzungen weitgehend ausbleiben und Witterungsextreme wie die Jahrhundertdürre im Frühjahr 2011 den Bäumen zusätzlich das Leben schwer machen, erläutert die Biologin Sibylle Winkel. Daher heißt es, den Befall frühzeitig zu erkennen und seinen Ursachen entgegen zu wirken. „Die Blätter stark befallener Birnbäume sind oft mehr orange als grün“, so die Biologin. Viele Bäume werfen bereits im Juni ihre Früchte ab, weil sie nicht mehr genug Assimilate haben. Im Juli folgen dann die Blätter mit der Folge, dass die Wurzeln nicht mehr ausreichend mit Zuckern versorgt werden können. Verläuft dieser Prozess mehrere Jahre hintereinander, so gehen viele Bäume nach und nach ein oder werden vorzeitig gerodet. Betroffen sind auch Sorten, die als sehr robust gelten können wie etwa die Westfälische Glockenbirne. Nicht selten verzichten daher Landschaftspflegeverbände oder Gartenbauvereine auf die Pflanzung von Birnbäumen oder bieten nur ein stark eingeschränktes Sortiment. Der Erreger des Birnengitterrostes, wissenschaftlich Gymnosporangium sabinae, ist ein wirtswechselnder Rostpilz. Zur Entwicklung benötigt der Pilz zwei Wirte: die Birne und den Wacholder. Gymnosporangium sabinae lebt vorrangig auf aus Asien stammenden Wacholderarten wie Juniperus sabina, auch als Sadebaum bekannt, und Juniperus media. Die Anfälligkeit für den Gitterrost schwankt dabei außerdem von Birnensorte zu Birnensorte. Der heimische, aus den Wacholderheiden bekannte Gemeine Wacholder (Juniperus communis) dagegen bereitet keine Probleme.

Unterseite eines Birnenblattes mit den Aecidien des Gitterrosts, aus 
denen Sporen austreten (Foto: Sibylle Winkel)

Unterseite eines Birnenblattes mit den Aecidien des Gitterrosts, aus denen Sporen austreten (Foto: Sibylle Winkel)

Die Zierwacholderarten gelten als pflegeleicht, sind preisgünstig und werden oft in Gärten aber auch öffentliche Grünanlagen gepflanzt. An infizierten Wacholdern kann man ab Mitte April erste Anzeichen erkennen. Die Äste verdicken sich an den befallenen Stellen warzenartig und tragen braune, später gelbe, im feuchten Zustand gallertartige Sporenlager. Diese können bis zu zwei Zentimeter groß werden. Ganze Zweigpartien können mit ihnen übersät sein und sich so beinahe vollständig orange färben.

Im Frühjahr trägt der Wind die Sporen des Pilzes weiter. Bis zu 500 Meter können sie fliegen, bei ungünstigen Winden sogar noch weiter. „Das reicht für die Mehrzahl der Streuobstgürtel, wie sie früher um unsere Dörfer und Kleinstädte angelegt wurden“, bedauert Sibylle Winkel. Wird ein Birnbaum befallen, zeigt dieser zur Blütezeit erste Befallssymptome. Zunächst bilden sich kleine, gelbe bis orangerote Flecken auf der Blattoberseite, die sich den Sommer über vergrößern, sodass ein Birnbaum am Ende häufig mehr rot als grün leuchtet.

Im Spätsommer bilden sich an der Unterseite des Blattes warzenförmige Wucherungen mit den Sporenlagern, die zunächst von einer Haut umschlossen ist. Reißt diese mit der Zeit auf, entsteht ein Gittergeflecht – der „Birnengitterrost“. Die Sporenlager geben jene Sporen frei, die wiederum den Wacholder infizieren und dort als Pilzgeflecht überleben.

Eine neu gepflanzte

Eine neu gepflanzte "Gute Graue" bereichert seit kurzem das NABU-Schutzgebiet "Sillberg bei Hintersteinau" (Foto: Sibylle Winkel)

„Wichtig ist es, die Infektionskette zu unterbrechen“, fordert Sibylle Winkel.„Die beste Vorbeugung wäre es, den asiatischen Wacholder aus den Gärten und Parkanlagen wieder zu entfernen.“ Die NABU-Biologin appelliert daher an alle Gartenbesitzer und die kommunalen Verantwortlichen, die Zierwacholder aus den Pflanzlisten zu streichen. Periodische Pflegemaßnahmen sollten genutzt werden, die Problempflanzen durch heimische Gewächse zu ersetzen. Bei Neuanlagen sollte generell auf Zierwacholder und Co. verzichtet werden. Aufklärung tut Not, um den Birnengitterrost langfristig aus Gärten und Obstwiesen zu verbannen. Hobbygärtner, Landschaftsplaner, Architekten und Kommunen müssen gleichermaßen überzeugt werden, bei künftigen Planungen auf die Wacholderarten aus Übersee zu verzichten. “Noch setzen wir auf Aufklärung, Information und Einsicht“, erklärt die NABU-Expertin Sibylle Winkel. „Allerdings schauen wir ein wenig neidisch in die Schweiz“, so die Biologin. Hier geht man längst einen Schritt weiter. Bei der Bekämpfung des Birnengitterrostes sind einige Kantone dazu übergegangen, den Wacholder als Wirt systematisch zu entfernen. Die Verwaltung setzt dabei auf die Mithilfe der Bürger. Sie ruft im Herbst dazu auf, befallene Birnbäume zu melden. Fällt der Befall besonders stark aus, klärt die Verwaltung die Besitzer der Büsche über die Wirtsfunktion des Wacholders auf und fordert sie auf, die problematischen Sträucher zu entfernen. Solch ein Vorgehen ist in Hessen derzeit undenkbar. Allerdings würden sich die Naturschützer vom NABU freuen, wenn künftig mehr Gartenbesitzer über die Gefahren der Wacholdersträucher aus Übersee aufgeklärt wären – um so die heimischen Birnbäume als uraltes Kulturgut zu schützen und die Biodiversität und Sortenvielfalt der Birne zu erhalten. Damit die Landschaft prägenden Birnen-Hochstämme in den nächsten Jahrzehnten nicht vollends aus Hessens Kulturlandschaft verschwinden, hat der NABU Main-Kinzig wieder – ganz gegen den Trend – damit begonnen, Birnbäume in seinen Streuobstwiesen zu pflanzen. „Allerdings werden die „Michelsbirne“, die Gute Graue“ oder die „Vereinsdechantbirne“, allesamt alte und bedrohte Regionalsorten, zunächst nur auf Obstwiesen weitab von Ortschaften ein neues Zuhause finden“, ergänzt Sibylle Winkel. „Weitab vom nächsten asiatischen Zierwacholder!“ In diesen NABU-Refugien müssen die alten Birnensorten die kommenden Jahre überdauern, bis sich im Gartenbau wieder neue Trends durchgesetzt haben und das „problematische Friedhofsgrün im Vorgarten“ aus der Mode gekommen ist.

Für Rückfragen: Sibylle Winkel, Tel. 069-84 84 91 85

Gefährliche Wanderung zu den Winterquartieren



Schafft es diese Erdkröte sicher zu ihrem Winterquartier? (Foto: Norman Schiwora)

Schafft es diese Erdkröte sicher zu ihrem Winterquartier? (Foto: Norman Schiwora)

Der Arbeitskreis Amphibien und Reptilienschutz des NABU-Kreisverband Main-Kinzig weist auf eine aktuelle Gefährdung für Amphibien hin. Die immer noch milden Temperaturen im Herbst nutzen viele Kröten, Frösche, Molche und Salamander zur Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Dabei führen die Tiere oft lange Wanderungen durch. Ziel sind vor allem dunkle, feuchte und weitgehend frostgeschützte Verstecke. Leider werden dabei oft Gullis und Lichtschächte an Häusern und Gebäuden zu tödlichen Fallen, erklären Michael Röth und Dr. Matthias Kuprian vom NABU Main-Kinzig. Sind die Amphibien erst einmal in diese „Fallen“ gelangt, können sie sich nicht wieder befreien. Die Tiere verhungern, vertrocknen oder erfrieren.

Der NABU bittet daher alle Hausbesitzer und Gebäudeverwaltungen, Lichtschächte, Gullis und ähnliche Todesfallen für Amphibien und andere Wildtiere zu sichern. Dies kann mit feinmaschigen Netzen oder auch mit speziellen Lichtschachtabdeckungen erfolgen, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Bereits gefangene Amphibien sollten vorher befreit und einen sicheren Ort in der Umgebung verfrachtet werden.

Aufgrund von Lebensraumzerstörung und immer noch zunehmendem Straßenverkehr stehen bereits die meisten Amphibienarten Hessens auf der Roten Liste. Haus- und Gartenbesitzer können bereits mit einfachen Mitteln einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer heimischen Lurche beisteuern und so einem weiteren Artenschwund etwas entgegensetzen, so die NABU-Vertreter.

Neuer Trittstein für den Laubfrosch - Amphibiengraben wird revitalisiert



Besprechung vor Ort: von links nach rechts Hessen-Förster Burg, Diplom Biologin Winkel vom NABU Kreisverband MKK sowie Maßnahmenplaner Röhser und Frau Glöckner, beide ebenfalls Hessen-Forst (Foto: Matthias Kuprian).

Besprechung vor Ort: von links nach rechts Hessen-Förster Burg, Diplom Biologin Winkel vom NABU Kreisverband MKK sowie Maßnahmenplaner Röhser und Frau Glöckner, beide ebenfalls Hessen-Forst (Foto: Matthias Kuprian).

Ein Grabenbiotop, das sich unweit des Ruhlsees bei Langenselbold befindet, soll revitalisiert und ökologisch aufgewertet werden. Dies war das Ergebnis einer Begehung von amtlichen und ehrenamtlichen Naturschützern im Naturschutz- und FFH-Gebiet (5820-301) „Kinzigaue von Langenselbold“ an dem NABU-eigenen Grundstück.

Noch sind die schmalen Wasserflächen in dem etwa 0,5 Hektar großen Grundstück durch Weidendickicht zu stark beschattet, erklärt Sibylle Winkel vom NABU-Kreisverband Main-Kinzig. Bald schon sollen sich aber hier wieder seltene Libellen und zahlreiche Amphibien einfinden, so die Biologin.

Noch ist der Amphibiengraben am Ruhlsee von Weidendickicht umgeben (Foto: Sibylle Winkel).

Noch ist der Amphibiengraben am Ruhlsee von Weidendickicht umgeben (Foto: Sibylle Winkel).

Im Zuge des neuen Maßnahmenplans, der aktuell vom Hessen-Förster Wolfgang Röhser für das FFH-Schutzgebiet erstellt wird, bietet sich die Möglichkeit, die NABU-Parzelle ökologisch aufzuwerten.

Libellen wie der Plattbauch sollen künftig im Grabenbiotop wieder einen guten Lebensraum vorfinden (Foto: Sibylle Winkel).

Libellen wie der Plattbauch sollen künftig im Grabenbiotop wieder einen guten Lebensraum vorfinden (Foto: Sibylle Winkel).

Vereinbart wurde eine abschnittsweise Rodung der Weiden im Abstand von mehreren Jahren. Dabei sollen auch die Wasserflächen etwas aufgeweitet werden, um für Amphibien und Libellen noch interessanter zu werden. „Libellenlarven z.B. des Plattbauchs oder der gefährdeten Kleinen Pechlibelle sowie die Kaulquappen von Fröschen und Molchen benötigen viel Licht, um sich gut entwickeln zu können“, erklärt Biologin Winkel vom NABU. „Da aber nicht alle Gehölze auf den Stock gesetzt werden, bleibt auch noch Lebensraum für die Nachtigallen im Gebiet“, so die stellvertretende Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes. Die anfallende Biomasse bei der Rodung der Weidengebüsche soll möglichst energetisch verwertet werden.

Der Laubfrosch soll ein Trittsteinbiotop erhalten (Foto: Sibylle Winkel)

Der Laubfrosch soll ein Trittsteinbiotop erhalten (Foto: Sibylle Winkel)

Naturschutzförster Röhser hofft, dass mit der Maßnahme bereits in diesem Jahr begonnen werden kann.

Mittelfristig erwarten die Naturschutzexperten, dass die revitalisierten Gewässer zu wichtigen Trittsteinbiotopen für den Laubfrosch werden können.

Sumpfschildkröte gefunden? Was tun?



Die europäische Sumpfschildkroete (Foto: S. Winkel)

"Die europäische Sumpfschildkroete (Foto: S. Winkel)

Besonders in den Monaten Mai bis August verlassen Europäische Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) ihre angestammten Gewässer, um Artgenossen oder einen geeigneten Eiablageplatz zu suchen. Bei diesen Wanderungen sind die Tiere oft auch weitab der Gewässer – manchmal sogar inmitten von Ortschaften – anzutreffen. Andere Tiere werden von sogenannten "Tierfreunden" auch einfach ausgesetzt.

Oft werden die „Schorben“, wie die Tiere früher genannt wurden, dann von aufmerksamen Menschen entdeckt und eingefangen. Doch was tun mit diesen Tieren? Und was ist bei einer streng geschützten Art wie der Europäischen Sumpfschildkröte zu beachten?

Der folgende Fragen- und Antwortkatalog hilft Ihnen dabei, das Richtige zu tun:

Fragen- und Antwortenkatalog

weiter zur AG Sumpfschildkröte


Weitere Informationen zum Arbeitskreis Amphibien & Reptilien finden Sie hier.

Mehr Tiere als im Vorjahr



Eine positive Entwicklung meldet der NABU Maintal bei der Bestandsüberwachung seines  Amphibienschutzzaunes zwischen Hohe Tanne und Maintal-Hochstadt Entgegen dem Kreis-Trend konnte hier die Erdkröte mit 355 Tieren (230 Tiere im Jahr 2011) zulegen.
Auch bei den Braunfröschen (überwiegend Grasfrösche) gab es mit 250 Individuen einen Zuwachs, erläutert Georg Spielberger vom NABU Maintal. 2011 waren es noch 194 Tiere.

Der Teichmolch hat sich im Frühjahr 2012 in Maintal rar gemacht

Der Teichmolch hat sich im Frühjahr 2012 in Maintal rar gemacht

Erfreulich war auch der Nachweis eines Laubfrosches (Einzeltier), so Spielberger. Dagegen wurden nur 25 Teichmolche gezählt. Deutlich weniger als im Jahr zuvor (158 Tiere). Unklar ist, ob ein Teil der Teichmolche bereits vor dem Zaunbau unterwegs war oder einfach den Zaun unbemerkt überkletterte, vermutet der NABU-Aktive.

Unter dem Strich wurden im Frühjahr 2012 immerhin 640 Amphibien gezählt. Etwas mehr als im Vorjahr mit 588 Exemplaren.

„Dem Feldhamster auf der Spur“



Eine Exkursion in seinen Lebensraum

(Foto: Manfred Sattler)

(Foto: Manfred Sattler)

Unter dem Motto „Dem Feldhamster auf der Spur“ lädt der Naturschutzbund (NABU) am Samstag, den 11.08.2012 zu einer Exkursion in den Lebensraum der bedrohten Tierart ein.
Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Parkplatz Große Loh an der L3205 zwischen Niederdorfelden und Maintal Bischofsheim.
(Foto: Manfred Sattler)

(Foto: Manfred Sattler)

Bei der Führung werden Manfred Sattler und Olaf Godmann, Feldhamsterexperten von der hessischen Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz, den Lebensraum der europaweit geschützten Art im Bereich Maintal / Niederdorfelden vorstellen und exemplarisch auch einige Baue des possierlichen Nagers suchen.

Der Feldhamster wird in seinem Lebensraum mit den Themenschwerpunkten Biologie, Verhalten, Gefährdung und Schutz vorgestellt.
Für die Exkursionen werden dem Wetter angepasste Kleidung (z.B. Sonnenschutz), festes
Schuhwerk und ausreichende Getränke benötigt.
Die Exkursion dauert ca. 3 Stunden.

(Foto: Manfred Sattler)

(Foto: Manfred Sattler)

Da die Exkursion auf 20 Personen limitiert ist, wird um vorherige Anmeldung gebeten:

Kontakt:
NABU Main-Kinzig, Michael Röth, Tel. 06055-82700 oder E-Mail: m.roeth@nabu-mkk.de


Hintergrundinformationen

Neuer Zaun für die Pflanze des Jahres



NABU: Ziegen und Schafe erhalten die Heidenelke am Sillberg

Zaunbau (Foto: Franz-Josef Jobst)

Zaunbau (Foto: Franz-Josef Jobst)

Zaunbau zum Schutz einer seltenen Pflanzenart am Sillberg bei Hintersteinau war jüngst bei den Aktiven des NABU Steinau angesagt. Doch nicht die Heidenelke selbst, die im Jahr 2012 zur Pflanze des Jahres gewählt wurde, sollte mit Holz und Draht vor hungrigen Mäulern geschützt werden. Eingezäunt wurde von den NABU-Aktiven der gesamte Lebensraum der seltenen Pflanze.
Im NABU-Schutzgebiet Sillberg gehört die Heidenelke noch zum festen Arteninventar, freut sich Franz Josef Jobst von der NABU Regionalgruppe Steinau. Doch auch hier muss für den Erhalt der zu den Nelkengewächsen gehörenden kleinen Schönheit einiges getan werden. Als Licht liebende Hungerkünstlerin mag sie extensiv genutzte, unbeschattete Wiesen und vor allem Weiden, erläutert die Biologin Sibylle Winkel. In unserer modernen Agrarlandschaft findet diese Pflanze daher kaum noch einen Lebensraum.

Anders im NABU-Schutzgebiet bei Hintersteinau. Hier wird die Bewirtschaftung der mageren Rasen und extensiven Wiesen auf Pflanzen wie die Heidenelke abgestimmt, erklären Franz Josef Jobst und Sibylle Winkel, die beide auch dem NABU-Kreisverband Main-Kinzig vorstehen. Die Hauptarbeit zum Erhalt der seltenen Spezies leisten allerdings vierbeinige Helfer. Um die Naturschutzflächen offen zu halten, werden seit mehreren Jahren regelmäßig Schafe, Ziegen und gelegentlich auch Rinder eingesetzt. Die wolligen Landschaftspfleger von Thomas und Bianca Hofacker aus Hintersteinau sorgen für einen kräftigen Verbiss der Gräser, Kräuter und jungen Baumschösslinge und halten der Heidenelke so die übermächtige Pflanzenkonkurrenz in Schach. Zudem können die kleinen Samen der Heidenelke in den Trittspuren der Ziegen, Schafe und Rinder neu auskeimen und zur Verbreitung der Art beitragen.

Ziegenbeweidung (Foto: Franz-Josef Jobst)

Ziegenbeweidung (Foto: Franz-Josef Jobst)

Doch wo Ziegen und Schafe weiden, müssen auch Zäune gestellt werden. Eine schweißtreibende Arbeit, die von den Steinauer NABU-Aktiven Thomas Mathias, Ottmar Preis, Franz-Josef Jobst sowie Achim Bender vom Hofgut Marjoß und Kevin Hofacker, Sohn der Biolandwirte Hofacker, gerne erledigt wird. Mit einem Mix aus festen und mobilen Zäunen soll es künftig im NABU-Schutzgebiet noch besser gelingen, die angestrebte Biodiversität und Artenvielfalt zu entwickeln.

Von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt wurde die Heidenelke, lateinisch Dianthus deltoides, zur Blume des Jahres 2012 ausgewählt. Die Stiftung will damit auf den bundesweiten Rückgang dieses heimischen, wild wachsenden Nelkengewächses aufmerksam machen. So werden Magerwiesen und Trockenrasen häufig in Acker, Grünland oder Forst umgewandelt. Mit der Auswahl der Heidenelke als Blume des Jahres sollen auch diese bedrohten Lebensräume der Heidenelke ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Blume des Jahres 2012 ist in ganz Europa bis nach West-Sibirien und Zentralasien heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet reicht in Deutschland vom Flach- bis ins Hügelland, regional kommt sie aber nur zerstreut bis selten vor. Da sie die sommerliche Wärme liebt, findet man sie kaum über 1.000 m. Gemäß Bundesartenschutzverordnung gilt die Heidenelke als besonders geschützt. In Hessen wird die Art zudem auf der Vorwarnliste (V) der gefährdeten Arten geführt. Die Heidenelke wird findet auch als Arzneipflanze in der Medizin Verwendung. In den Wurzeln befinden sich größere Mengen so genannter Triterpensaponine. Wegen dieser Wirkstoffe wurde die Pflanze früher als Mittel bei Magenverstimmungen (Brechmittel) und Fieber verwendet.

Heidenelke (Foto: Sibylle Winkel)

Heidenelke (Foto: Sibylle Winkel)

Wenn auch die medizinischen Eigenschaften des Nelkengewächses bei den Zweibeinern heutzutage keine Verwendung mehr finden, profitieren die vierbeinigen Rasenmäher sehr von dem guten und gesunden Futter im NABU-Schutzgebiet. Entsprechend begehrt ist das Fleisch der Schafe, Ziegen und Rinder, berichtet Bianca Hofacker. Sibylle Winkel und Franz Josef Jobst freut dies besonders, denn so hat auch die Heidenelke im NABU-Schutzgebiet am nordöstlichen Rand des Main-Kinzig.Kreises eine Zukunft.

Rückfragen beantworten:
Dipl. Biol. Sibylle Winkel, NABU Main Kinzig, 069-84849185 oder
Franz Josef Jobst, NABU Steinau / Main-Kinzig, Tel. 0173 7218670
NABU MKK Spendenkonto: Raiffeisenbank Main-Kinzig, BLZ: 506 616 39, Konto-Nr.: 3730018

Douglasien-Anbau gestoppt



Der NABU Main-Kinzig begrüßt den Stopp des Anbaus von Douglasien im bayerischen Spessart.

Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) hat den Anbau von Douglasien in Natura 2000-Gebieten des Spessarts nach Protesten und einer EU-Beschwerde der Umweltorganisation Greenpeace vorläufig gestoppt.

Die Douglasie ist keine heimische Baumart. Sie stammt aus Nordamerika und soll vielerorts die Fichte ersetzen, die anfällig gegenüber dem Klimawandel ist. Douglasienwälder sind aber weitgehend steril und bieten nur wenigen Tieren einen Lebensraum. In Natura 2000-Gebieten, die zur Bewahrung der Artenvielfalt und Biodiversität dienen sollen, haben daher Douglasien auch nach Ansicht des NABU nichts zu suchen.

Der NABU Main-Kinzig hofft jetzt, dass aus dem vorläufigen ein endgültiger Stopp im bayerischen Spessart wird. Der NABU Main-Kinzig erhofft sich auch für den hessischen Spessart und insbesondere die Spessart-Schutzgebiete eine Bewirtschaftung, die sich vorrangig an den Biodiversitätszielen orientiert und nicht standortheimischen Baumarten eine klare Absage erteilt.

Einladung zum Vortrag "Naturschutzleitlinie im hessischen Staatswald"



Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder doch mehr Artenvielfalt im Hessenwald? Was hat es auf sich mit Kernflächen, Habitatsbäumen und Patenschaftsforstämtern?

Wirtschaftswald (Foto: Sibylle Winkel)

Wirtschaftswald (Foto: Sibylle Winkel)

Zu einer Vortragsveranstaltung über die neue Naturschutzleitlinie für den Wald des Landesbetriebs Hessen-Forst lädt der NABU Kreisverband Main-Kinzig alle Natur- und Waldfreunde am Donnerstag, den 24. Mai 2012 nach Steinau an der Straße ein. Referent ist der Forstamtsleiter des Forstamtes Schlüchtern, Jörg Winter sowie die Regionalbetreuerin NATURA 2000, Gisela Rösch

Veranstaltungsort ist die Gaststätte "Grüner Baum, Leipziger Str. 45, 36396 Steinau an der Straße", direkt an der ehemaligen B40.

Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kontaktdaten: Franz Josef Jobst
Telefon: 0173 7218670
E-Mail: f.jobst@nabu-mkk.de

Hintergrund und weitere Infos zur Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald

Die durch Hessen-Forst erarbeitete Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald wurde am 26.08.2010 durch Frau Ministerin Lautenschläger per Erlass in Kraft gesetzt. Die Naturschutzleitlinie soll dazu beitragen, bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes die Biodiversitätsziele des Landes Hessen zu erreichen. Im Einzelnen dient sie dazu, die naturschutzfachlichen Ziele der Helsinki-Erklärung und die im Rahmen des Countdown 2010 eingegangene Selbstverpflichtung des Landes Hessen für den Staatswald in konkretes Handeln zu überführen. Die Mittel dazu sind ein Konzept zum Erhalt von Habitatbäumen für seltene und bestandsbedrohte Arten wie Schwarzstorch oder Bechsteinfledermaus sowie ein Konzept zur Ermittlung wertvoller Kernflächen im Wald. Diese Kernflächen sollen künftig aus der regulären Nutzung genommen und als „Hot Spots“ der Artenvielfalt entwickelt werden. Gleichzeitig werden Patenschaftsforstämter gebildet, die eine besondere Verantwortung für den Erhalt herausgehobener Tier und Pflanzenarten übernehmen. Die Naturschutzverbände wurden von Hessen-Forst aufgerufen, sich an der Auswahl der „Kernflächen“ zu beteiligen. Der NABU Main-Kinzig begrüßt die Naturschutzinitiative des Landesbetriebs Hessen-Forst und möchte mit der geplanten Veranstaltung am 24.5.2012 den Naturschutz-Aktiven und Interessierten Gelegenheit zu einer ersten Information geben.

Einladung zum Dohlenvortrag



NABU und LBV: Dohle ist "Vogel des Jahres 2012"
Die intelligenten Singvögel brauchen einen besseren Schutz ihrer Lebensräume

Dohle (Foto: Sibylle Winkel)

Dohle (Foto: Sibylle Winkel)

Zu einer Vortragsveranstaltung über den Vogel des Jahres 2012, die Dohle, lädt der NABU Kreisverband Main-Kinzig alle Naturfreunde am Freitag, den 11. Mai nach Freigericht-Altenmittlau ein. Referent ist der Ornithologe und Mitglied des NABU-Kreisvorstandes Michael Röth.

Veranstaltungsort ist das Vereinshaus der NABU-Gruppe Altenmittlau (Tannenweg).

Der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kontaktdaten: Michael Röth
Telefon: 06055-82700
E-Mail: m.roeth@nabu-mkk.de
Dohle (Foto: NABU/M.Vollborn)

Dohle (Foto: NABU/M.Vollborn)

Im Internet ist die Dohle unter www.NABU.de oder www.Vogel-des-Jahres.de zu finden.

Die Farbbroschüre zum Jahresvogel 2012 (Art.-Nr. 1944) kann für 1 Euro zzgl. Versandkosten beim NABU-Natur-Shop, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover (oder www.NABU.de/infomaterial) bezogen werden.

Pressefotos zum Vogel des Jahres unter http://www.nabu.de/presse/fotos/#vogeldesjahres.

Hintergrundinformationen

Weitere Informationen zum Thema Vogelschutz finden Sie hier.

Starke Rückgänge bei Erdkröte und Grasfrosch bereiten Naturschützern Sorge



Arbeitskreistreffen des AK Amphibienschutz im NABU Kreisverband Main-Kinzig

Erdkröte (Foto: Sibylle Winkel)

Erdkröte (Foto: Sibylle Winkel)

Gut besucht war das jüngste Treffen des Arbeitskreises Amphibien im NABU Kreisverband Main-Kinzig am 27. April 2012. Der NABU Kreisverband hatte die Amphibienschützer diesmal nach Altenmittlau eingeladen, um die aktuelle Situation der Amphibien im Kreisgebiet zu erörtern.

Bereits seit rund 20 Jahren beobachten und betreuen die NABU-Aktiven zahlreiche Populationen von Molchen, Fröschen und Kröten im gesamten Kreisgebiet. Neben dem Amphibienschutz an Straßen widmen sich die ehrenamtlichen Naturschützer vor allem der Betreuung von Schutzgebieten sowie der Neuanlage von Lebensräumen.

Breiten Raum nahm in der regen Diskussion die Verbesserung des Amphibienschutzes in Biebergemünd an der B276 sowie in Steinau an der B 40 entlang des Stausees ein. Mit über 2000 geretteten Erdkröten und zahlreichen Grasfröschen sowie Teich- und Bergmolchen konnte die wieder gegründete NABU-Gruppe Biebergemünd um Daniela Elsesser-Lamboy, Ute Raab und Claudia Schmitt-Demir einen schönen Erfolg verbuchen. Allerdings wurden auch wieder zahlreiche Kröten und Molche ein Opfer des Straßenverkehrs.

Kritisiert wurde allerdings das Verhalten mancher Autofahrer, die mit ihrer rücksichtslosen und zu schnellen Fahrweise die Amphibien wie auch deren Schützerinnen und Schützer unnötig in Gefahr bringen, so Thomas Mathias vom NABU Kreisverband und Daniela Elsesser-Lamboy vom NABU Biebergemünd.

Erdkrötenpaar (Foto: Sibylle Winkel)

Erdkrötenpaar (Foto: Sibylle Winkel)

Sorge bereiteten den NABU Experten aktuell die im gesamten Kreisgebiet stark geschrumpften Bestände an Erdkröte und Grasfrosch. Fast überall im Main-Kinzig-Kreis konnten 2012 teilweise nur die Hälfte der erwarteten Populationsstärke beobachtet werden. Unklar ist bis dato, ob es sich dabei um eine natürliche Bestandsschwankung handelt, erklärt Dr. Matthias Kuprian, Vorstandsmitglied im NABU-Kreisverband.

Als Ursachen kommt einerseits der teilweise ungewöhnlich trocken-kalte Winter in Frage. Obwohl der vergangene Winter insgesamt gesehen sogar eher zu warm war, machten die tiefen Temperaturen bei fehlender, schützender Schneedecke in der Spätphase des Winters vielen Tieren offenbar zu schaffen.

Amphibien-Paradies (Foto: Sibylle Winkel)

Amphibien-Paradies (Foto: Sibylle Winkel)

Eine andere mögliche Ursache für die schwindenden Bestände sehen die Naturschützer in der starken Zunahme neuer Räuber. Auch im Main-Kinzig-Kreis haben wie in ganz Hessen neu eingebürgerte Prädatoren wie der Waschbär und der Marderhund stark zugenommen. Beide Arten, die ursprünglich in Deutschland nicht heimisch waren, räubern besonders im Spätwinter und Frühjahr die leicht erreichbaren Kröten und Frösche auf ihrem Weg zu den Laichgewässern.

Die größten Verluste verursacht derzeit im Kreisgebiet der Waschbär, dessen Bestände teilweise regelrecht explodiert sind. Der NABU will daher die Bestandssituation der Amphibien und deren Prädation durch Neozoen wie Waschbär, Marderhund und Mink in den kommenden Jahren besonders thematisieren, so Matthias Kuprian.

Auf breite Zustimmung stieß unter den Amphibienschützern der Vorschlag, das Aufgabenfeld des Arbeitskreises künftig auch um den Reptilienschutz zu erweitern. Der Main-Kinzig-Kreis bietet Lebensräume auch für sehr seltene Reptilienarten, wie die Kreuzotter oder die europäische Sumpfschildkröte.

Verbessern möchte der Arbeitskreis künftig seine Außendarstellung und insbesondere seinen Internetauftritt, erklärt Matthias Kuprian. Damit erhoffen sich die ehrenamtlichen Artenschützer nicht nur eine größere Aufmerksamkeit sondern auch die Mitwirkung weiterer aktiver Artenschützer.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Amphibien & Reptilien finden Sie hier.

NABU Wasseramselzählung



Bestand auf niedrigem Niveau stabilisiert - Dürrefrühjahr 2011 zeigt Auswirkungen

Nach dem Bestandstief der letzten Jahrzehnte mit nur noch 106 Brutpaaren im Jahr 2009 konnte der Arbeitskreis Wasseramsel des NABU Kreisverbandes Main-Kinzig im Jahr 2011 wieder 122 Brutpaare zählen. Damit hat sich der Bestand leicht erholt und auf niedrigem Niveau stabilisiert. Zufrieden sind die Naturschützer mit diesem Ergebnis noch nicht. Innerhalb des Verbreitungsgebietes kam es zu Verschiebungen. Eine Ursache sehen die NABU-Experten im Dürrefrühjahr 2011. Weiter



Weitere Informationen zum Arbeitskreis Wasseramsel finden Sie hier.

Jahresdelegiertenversammlung des NABU Main-Kinzig:



Zahlreiche Aktivitäten und ein wichtiger Erfolg zum Jahresende

Der NABU-Vorstand unterstützt die Kindergruppen in Brachttal und Grossenhausen mit Aktionsmaterial (Foto: Horst Basermann)

Der NABU-Vorstand unterstützt die Kindergruppen in Brachttal und Grossenhausen mit Aktionsmaterial (Foto: Horst Basermann)

NABU (MKK/HU): Der Kreisverband des Naturschutzbundes (NABU) Main-Kinzig sowie der Stadt Hanau blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Anlässlich der mit über 40 Teilnehmern sehr gut besuchten Jahresdelegiertenversammlung des Naturschutzverbandes am 20.01.2011 in Hasselroth berichtete der Vorstand über zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen des vergangenen Jahres und hielt einen Ausblick auf das Jahr 2012.

Mit weit über 3000 Mitgliedern ist der NABU Kreisverband nicht nur der mitgliederstärkste Kreisverband des Naturschutzbundes in Hessen sondern auch die aktivste Naturschutzorganisation im Main-Kinzig-Kreis.

Die Aktivitäten des Verbandes reichten 2011 von Artenschutzprojekten über Pflegeeinsätze in verbandseigenen Schutzgebieten bis zur Durchführung von Führungen und Infoveranstaltungen.

Besondere Erwähnung fanden dabei der Vortrag zum Vogel des Jahres durch Vorstandsmitglied Michael Röth in Schöneck und eine Infoveranstaltung über Streuobstwiesen von Norbert Möller. Auch mehrere Veranstaltungen zur europäischen Bat Night waren im Main-Kinzig-Kreis ein voller Erfolg, so Franz Josef Jobst.

NABU-Urgestein und Vorstandsmitglied Karl Seyler führte 9 gut besuchte Vogelstimmenwanderungen durch und in Mernes berichtete der Hanauer Biologe Martin Schroth über das überregional viel beachtete Wildpferdeprojekt im FFH-Gebiet Campo Pond in Hanau und die Heimat der Wildpferde Kirgistan.

Vertreten war der NABU-Kreisverband auch auf dem Kreiskirchentag in Schlüchtern und wie bereits in den Jahren zuvor auf der Messe "ÖKO Trends" in Gelnhausen. Dabei präsentierte Vorstandsmitglied Thomas Mathias gemeinsam mit seinen Kollegen Michael Röth und Adolf Beck vor zahlreichem Publikum eine originalgetreu konstruierte Hauswand, an der die verschiedensten Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten demonstriert wurden.

Die NABU-Kreisdelegiertenversammlung war dieses Mal besonders gut besucht (Foto: Horst Basermann)

Die NABU Kreisdelegiertenversammlung war dieses Mal besonders gut besucht (Foto: Horst Basermann)

Gemeinsam mit Mitgliedern aus den Ortsgruppen Maintal, Hanau-Steinheim und Hanau-Großauheim sowie Bruchköbel-Roßdorf wurde zudem ein Infostand auf dem IKEA-Umwelttag in Hanau gestaltet.

Jobst berichtete weiter, dass auch die Stunde der Gartenvögel von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Kreisweit wurden in 147 Gärten 4297 Vögel gezählt, das waren etwa 50% mehr Teilnehmer als in 2010.

Das umfangreiche NABU-Programm wurde ergänzt durch eine vielfältige Pressearbeit in regionalen und überregionalen Medien sowie durch Interviews und Berichte in Rundfunk und Fernsehen.

Vom Kreisvorstand besonders gewürdigt wurde die erfolgreiche Mitgliederwerbung der NABU-Gruppe Großkrotzenburg sowie die Gründung von NABU-Kindergruppen in Großenhausen und Brachttal.

Im Anschluss an den Vorstandsbericht führte die stellvertretende Kreisvorsitzende Sibylle Winkel die Delegierten in das Thema Maikäferproblematik ein. Hierzu berichteten die beiden Biologen und Insektenkundler Petra Zub und Dr. Wolfgang Nässig über die ursprünglich geplante, in der Zwischenzeit aber von Hessens Umweltministerin Puttrich gestoppte Pestizidbekämpfung der Maikäfer durch den Landesbetrieb Hessen-Forst.

Gemeinsam mit der HGON und weiteren Umweltverbänden im Main-Kinzig-Kreis entfalteten der NABU-Kreisverband und die betroffenen Ortsverbände zahlreiche Aktivitäten, um den Gifteinsatz rund um Hanau noch zu verhindern. Die folgende Diskussion zeigte, wie sehr das Thema den Naturschützern im gesamten Kreisgebiet unter den Nägeln brannte und wie erleichtert alle darüber sind, dass die hessische Umweltministerin das Ansinnen von Hessen Forst noch rechtzeitig gestoppt hat.

Die stellvertretende Vorsitzende und Artenschutzexpertin Sibylle Winkel lobte die Entscheidung des Umweltministeriums als richtungweisend und als wichtigen Erfolg für den Naturschutz im Main-Kinzig-Kreis.

Auch im Jahr 2012 will der NABU-Kreisverband seine Anstrengungen zum Erhalt der Artenvielfalt weiter steigern, kündigte das Führungstandem Winkel und Jobst an.

Um dies zu erreichen, will der NABU sein Engagement im Flächenschutz weiter ausbauen. In Zusammenarbeit mit den NABU-Ortsgruppen sollen weitere Naturschutzflächen durch den Verband erworben werden.

Zudem soll auch die Arbeit der verschiedenen NABU-Arbeitskreise, die sich für den Erhalt der Biodiversität im Kreisgebiet einsetzen, weiter verstärkt werden.

Kein Pestizid-Einsatz gegen Maikäfer im Forstamt HU-Wolfgang



NABU begrüßt Entscheidung des Umweltministeriums

NABU (MKK/Hanau): Mit großer Erleichterung hat der NABU-Kreisverband Main-Kinzig die Entscheidung von Umweltministerin Puttrich aufgenommen, den geplanten Pestizideinsatz des Landesbetriebs Hessen-Forst zu Maikäferbekämpfung im Bereich des Forstamtes Hanau-Wolfgang zu untersagen.

Als gesetzlich anerkannter Natur- und Umweltschutzverband hat der Naturschutzbund den Einsatz des auf alle Tiere wirkenden Nervengiftes PERFEKTHION strikt abgelehnt.

Der Einsatz des nicht selektiv wirkenden Giftes hätte das gesamte Waldökosystem, darunter zahlreiche bestandsbedrohte Tierarten, getroffen. Ebenso hätte der geplante Maikäfer-Gifteinsatz europäischem Naturschutzrecht widersprochen und die biologische Vielfalt nicht nur in den betroffenen Natura 2000-Gebieten reduziert. Auch alle ökologischen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte wären durch das geplante Vorgehen von Hessen-Forst ignoriert worden. Der NABU ist hoch erfreut darüber, dass die Ministerin den Mut und die

Entschlossenheit aufbrachte, den Pestizideinsatz im Main-Kinzig-Kreis zu unterbinden und eine klare Entscheidung für Biodiversität und Artenvielfalt und zugunsten des gesunden Menschenverstandes zu treffen.

Damit bleibt dem Main-Kinzig-Kreis der Rückfall in die ökologische Steinzeit erspart. Die drohende Rückkehr zu den alten Grabenkämpfen der 1970er und 1980er Jahre zwischen Naturschützern und Nutzern und die damit verbundenen Folgen konnten so verhindert werden. Der NABU Kreisverband Main-Kinzig hofft nun, dass Gifteinsätze im hessischen Staatswald endgültig der Vergangenheit angehören und auch im Privat- und Kommunalwald die richtungweisende Entscheidung des Umweltministeriums nachhaltig Gehör findet.

Naturschützer veröffentlichen Info-Flyer



Die Naturschutzverbände lehnen Gifteinsatz im Wald ab

In der Diskussion um die von Hessen-Forst geplante Maikäferbekämpfung im Grenzgebiet zwischen Hessen und Bayern spricht sich ein länderübergreifendes Bündnis von Naturschutzverbänden klar gegen die chemische Keule aus. Auf Initiative der Botanischen Vereinigung für Naturschutz in Hessen (BVNH), des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland -Main-Kinzig (BUND), der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, Arbeitskreis Main-Kinzig (HGON) und des Naturschutzbund (NABU), Kreisverband Main-Kinzig wird in den kommenden Tagen ein Flyer zu diesem Thema erscheinen, der gleichzeitig von der BUND/BN-Ortsgruppe Alzenau und vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Aschaffenburg mit getragen wird.

Die Verbände kritisieren die Planungen von Hessen-Forst, weil sie grundlegende Erkenntnisse der Biologie und der Populationsdynamik von Insekten außer Acht lassen und somit das Käfer-Problem mittel- und langfristig noch verschlimmern, anstatt es zu lösen. Masssenvermehrungen von Insekten sind keine ökologischen Katastrophen sondern natürliche Vorgänge, die es schon immer in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen gegeben hat. Die Natur hilft sich hierbei selbst, indem sie die kahlgefressenen Bäume im sogenannten "Johannistrieb" Ende Juni neu ergrünen lässt. Zu große Käferpopulationen brechen regelmäßig aufgrund von Krankheiten und Parasitenbefall von selbst zusammen. Zwar fressen die Maikäfer-Engerlinge an den Wurzeln von Bäumen und anderen Pflanzen. Beschädigt werden dadurch aber in erster Linie nur sehr junge Bäume, die so einen Teil ihrer Feinwurzeln verlieren. Altbäume halten wegen der großen Menge vorhandener Feinwurzeln den Engerlingsfraß aus, können zwar geschwächt, aber nicht zum Absterben gebracht werden. Durch Käferfraß verursachte kleinflächige Lücken im Jungwuchs werden innerhalb weniger Jahre durch eine Naturverjüngung sofort wieder geschlossen. Durch eine Begiftung wird der Käfervermehrung eventuell zwar die Spitze genommen, aber die Population bleibt auf hohem Niveau erhalten, so dass in vier und in acht Jahren die nächsten Bekämpfungsaktionen nötig würden, da die kritische Schwelle zum natürlichen Zusammenbruch nicht überschritten wird. Andere, zum Teil sehr seltene Arten wären durch eine Vergiftungsaktion ebenso betroffen und würden durch sie aber sofort in eine Situation kommen, die das Ende des ganzen Vorkommens bedeuten kann.

Abgesehen davon gibt es in dem zur Debatte stehenden Gift-Einsatzbereich eine ganze Reihe von Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) und Naturschutzgebieten sowie eine Vielzahl von Gewässern in die das Gift nach Herstellerangaben auch nicht in kleinsten Mengen gelangen darf. Um die Gewässer und damit das Grund- und Trinkwasser nicht zu gefährden und aus Naturschutzgründen dürfen diese Gebiete keinesfalls begiftet werden. Dies macht einen Erfolg der Aktion grundsätzlich fraglich, sofern man hier überhaupt von Erfolg reden kann.

Nicht zu Letzt geht von der geplanten Aktion auch eine Gefährdung für den Menschen aus. Deshalb müssen die Waldungen um Hanau, Alzenau, Rodenbach und die anderen betroffenen Gemeinden großräumig für die gesamte Bevölkerung gesperrt werden, um Gesundheitsschäden zu verhindern. Eine komplette Sperrung der Wälder für Spaziergänger ist jedoch keinesfalls zu gewährleisten. Die Absicht einer Waldsperrung wegen drohender Gesundheitsgefahren hat schon jetzt große und berechtigte Widerstände in der Bevölkerung ausgelöst.

Die Wohlfahrtswirkungen der Wälder um Hanau, die ein wichtiges Naherholungsziel für die Bevölkerung unseres Ballungsraumes darstellen, gehen weit über die relativ geringen Netto-Erträge der reinen Holznutzung hinaus.

Eventuell eintretende kleinflächige Verluste im Jungwuchs durch Engerlingfraß sind deutlich geringer zu werten als die Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung und die Vernichtung vieler anderer wildlebender Organismen des Waldes und der Gewässer. Der Flyer wird in den betroffenen Kommunen in Geschäften und Arztpraxen ausliegen.

Infoflyer als pdf

NABU MKK freut sich über Spende der Firma Umicore



Unterstützung für NABU Artenschutzprojekte im Main-Kinzig-Kreis

von links Herrn Michael Weis (Umicore), Sibylle Winkel (NABU) und Herrn Dr. Beuers, Vorstandsvorsitzender der Fa. Umicore

von links Herrn Michael Weis (Umicore), Sibylle Winkel (NABU) und Herrn Dr. Beuers, Vorstandsvorsitzender der Fa. Umicore

NABU (MKK/Hanau): Mit einer Spende in Höhe von 750 Euro unterstützt die Umicore Hanau den NABU-Kreisverband Main-Kinzig bei dessen Arbeit für den Natur- und Artenschutz. Die Spende soll vorrangig für Amphibien- und Reptilienschutzmaßnahmen im Kreisgebiet eingesetzt werden.

Auch wenn der NABU Main-Kinzig mit über 4000 Mitgliedern mittlerweile Hessens größter NABU-Regionalverband ist, sind seine Natur- und Artenschutzprojekte im Kreisgebiet auf jede Hilfe und Unterstützung angewiesen, erklärt Sibylle Winkel vom NABU Kreisverband Main-Kinzig. Besonders um bestandsbedrohte Arten wie Gelbbauchunke, Kammmolch oder Schlingnatter kümmert sich der Naturschutzverband in zahlreichen Biotopen von Hanau bis Sterbfritz.

"Ein besonderes Weihnachtsgeschenk kam dieses Mal von der Hanauer Umicore AG & Co. KG", freut sich Diplom Biologin Sibylle Winkel bei einem Besuch der Firma. "Die Spende an den NABU wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Geschäftsbereichs Technical Materials initiiert, die diesen Betrag bei einem internen Sicherheitswettbewerb als Preisgeld gewonnen haben", erläutert Michael Weis, Umicore-Produktionsleiter im Bereich Technical Materials.

Bei diesem Sicherheitspreis ging es darum, Methoden, Prozesse und Verhaltensweisen auszuzeichnen, die die Sicherheit im Betrieb für Kolleginnen und Kollegen sowie die Umwelt erhöhen.
"Die Idee, das Preisgeld in Höhe von 750 Euro nicht für sich selbst zu nutzen, sondern - ganz im Sinne des ausgerufenen Wettbewerbs - etwas für die Umwelt zu tun, kam von den Mitarbeitern selbst. Mit dem NABU-MKK haben wir den richtigen Partner für Umweltschutz auf regionaler Ebene gefunden", so Michael Weis weiter.

NABU-Frau Winkel zeigte sich von diesem Engagement sehr angetan, zumal Umicore als Werkstofftechnik-Konzern den Großteil ihrer Umsätze mit sauberen Technologien, wie Autoabgaskatalysatoren, Werkstoffen für wieder aufladbare Batterien, Solarzellen und Photovoltaikanwendungen, Brennstoffzellen und Recycling erzielt und so einen nachhaltigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leistet.

Auch Dr. Jörg Beuers, Vorstandsvorsitzender der Umicore AG & Co. KG freut sich, mit der Spende die Aktionen des NABU im Main-Kinzig-Kreis unterstützen und so auf lokaler Ebene noch mehr zum Umweltschutz beitragen zu können.

"Nachhaltigkeit ist", so Dr. Jörg Beuers, "bei Umicore kein Modewort. Das Bekenntnis zur Qualität und zum Schutz von Mensch und Umwelt ist integraler Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. Mit der beständigen Verfolgung unserer Sustainable Development-Ziele übernehmen wir nicht nur nachhaltig Verantwortung für Klimaschutz und Ressourcenschonung, sondern auch für die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Produkte und Prozesse".

Sibylle Winkel, die den Scheck als 2. Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes entgegennahm, dankte den Vertretern der Firma Umicore und lud interessierte Mitarbeiter ein, im kommenden Frühling eines der NABU-Projekte gemeinsam zu besichtigen.

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