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Arbeitskreis Eisvogel

Foto: NABU/I.Ludwichowski

Foto: NABU/I.Ludwichowski

Seit über 30 Jahren engagiert sich der Arbeitskreis Eisvogel im NABU Kreisverband Main-Kinzig. Die Mitglieder des Arbeitskreises sammeln Informationen und Daten über das Vorkommen der Art im Kreisgebiet und darüber hinaus und kümmern sich bei Bedarf auch um den Schutz einzelner Brutpaare sowie deren Lebensräume.

Derzeit brüten in Mitteleuropa schätzungsweise 11.000 bis 20.000 Brutpaare, davon in Deutschland regelmäßig 4.500 bis 7.000. Der hessische Gesamtbestand wird nach Angaben der staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt auf 200 bis 600 Brutpaare geschätzt. Auch im Main-Kinzig-Kreis schwankt der Brutbestand sehr stark. Während der Bestand nach sehr harten Wintern regelmäßig auf unter 5 Brutpaare, teils sogar auf annähernd Null zurückgeht (beispielsweise in den Jahren von 1995 bis 1988, 1997 oder auch 2011) können nach mehreren milden Wintern oft bis zu 20 Brutpaare und Brutverdachte im Kreisgebiet und im Stadtgebiet von Hanau verzeichnet werden. So geschehen in den Jahren 1995, in den späten 1990ern sowie von 2004 bis 2009.

Um einen Gesamtüberblick über die Eisvogel-Population im Main-Kinzig-Kreis zu erhalten, hat der Kreisverband des NABU bereits 1980 begonnen, flächendeckende Erhebungen an der Kinzig und ihren Nebenflüssen durchzuführen. Es zeigt sich, dass die klaren und sauberen Oberläufe der Gründau, Bracht und des Steinaubaches zusammen mit der Jossa, Orb und der Bieber das größte Brutareal im Untersuchungsgebiet bilden. Im Freigericht brüten Eisvögel an Fischteichen und sporadisch am Geiselbach. An der Kinzig befinden sich Eisvogel-Brutplätze vom Oberlauf bei Schlüchtern bis zum Mittellauf bei Langenselbold.

Ein besonderes Augenmerk muss künftig auch auf den Eisvogelbestand im EU-Vogelschutzgebiet „Spessart bei Bad Orb“ gerichtet werden. On diesem rund 8.500 ha großen Vogelschutzgebiet, das komplett im Main-Kinzig-Kreis liegt, gibt es in guten Jahren drei bis vier Brutreviere der Art.

In Hessen wird der Eisvogel auf der Roten Liste in der Kategorie 3 "gefährdet" geführt. Gleichzeitig ist der Eisvogel eine Art des Anhanges I der EU-Vogelschutzrichtlinie und gehört nach Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders und streng geschützten Arten.

Zur Komplettierung des Beobachternetzes sucht der NABU noch aufmerksame Eisvogelfans und Naturbeobachter. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Interessierte können sich bei Rolf Gogné oder Michael Röth oder Matthias Kuprian melden:
Kontakttelefon: 06181 / 71775 oder 06055 / 82700 oder 069 / 84849185 oder 0173 3751580
E-Mail: s.winkel@nabu-mkk.de oder m.roeth@nabu-mkk.de

Betreuer

Rolf Gogné
Buchbergstraße 18
63486 Bruchköbel
Tel.: 06181 / 71775

 

Michael Röth
Hanauer Landstr. 14a
63594 Hasselroth
Mail: m.roeth@nabu-mkk.de

 

Dr. Matthias Kuprian
Pommernstr. 7
63069 Offenbach
Mail: m.kuprian@nabu-mkk.de

 

Erhebungsbogen

Erhebungsbogen
Hier finden Sie den Erhebungsbogen fü Eisvogel-Beobachtungen (Foto: NABU/H. Leurmans)