Hilfe für unsere heimischen Mehlschwalben
NABU und Grundschule Hintersteinau betätigen sich im privaten Wohnungsbau
Die Stunde der Gartenvögel brachte es an den Tag: Die Anzahl der Schwalben im Main- Kinzig- Kreis liegt im Vergleich unter dem hessischen Durchschnitt. Nicht so in Hintersteinau: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hintersteinau nahmen auch an der bundesweiten Vogelzählung vom 08.05. – 10.05.2009 teil und zählten überdurchschnittlich viele Mehlschwalben. Kein Wunder, denn die Hintersteinauer Grundschule beherbergt unzählige Mehlschwalbennester unter den Dachvorsprüngen. Im Gegensatz zu vielen Privathausbesitzern werden diese von der Schulleitung nicht nur geduldet, sondern sind ausdrücklich erwünscht.
Aber auch die Hintersteinauer Schwalben haben Probleme:
Heute sind fast alle Straßen und Wege zugeteert, so dass es zu wenige geeignete Schlammpfützen gibt. Dadurch fallen viele Nester kurz nach dem Bau wieder von den Wänden ab. Und hält das Nest, finden die Tiere oftmals nicht genug Nahrung für ihre Jungen, weil in den meisten Gärten Koniferen statt einheimischer Gehölze gepflanzt werden, berichtet der Vogelexperte des NABU Steinau, Horst Basermann
Auf Initiative von Hilde Weimann, Schulleiterin der Grundschule Hintersteinau, wurden jetzt Hilfsmaßnahmen für Mehlschwalben durchgeführt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des NABU Steinau, Franz-Josef Jobst wurden mehrere künstliche Schwalbennester an den Schulgebäuden angebracht.
"Diese Investition in den privaten Wohnungsbau" wird im nächsten Jahr den Schwalben helfen, freut sich Franz-Josef Jobst. Da die Schwalben schon Nester an den Gebäuden haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die zusätzlichen Kunstnester von weiteren Schwalbenpaaren besetzt werden.
Und Hilde Weimann ergänzt: Bei dieser Aktion gibt es nur Gewinner: Die Schwalben haben zusätzliche Behausungen und die Menschen, besonders auch die Schülerinnen und Schüler, können sich an den wendigen Fliegern erfreuen.
Der NABU Steinau möchte weitere Bürgerinnen und Bürger ermuntern, die Mehlschwalben zu schützen.
Für Infos zum anbringen von Nestern, Kotschutzbrettern oder der ökologisch sinnvollen Gestaltung von Gartenanlagen steht Herr Horst Basermann unter der Rufnummer 06663/5351 gerne zur Verfügung.




